• C. Krämer

Antioxidantien? Entzündungen, Immunsystem und vieles mehr!

Aktualisiert: 21. Nov. 2021

Oft liest man von Antioxidantien oder "Antioxidativer Wirkung", was verbirgt sich hinter diesen Worten und was können wir davon lernen.


Kurze Begriffserklärung, vereinfacht ausgedrückt: Antioxidativ wirkende Stoffe sind chemische Verbindungen, welche die Eigenschaft besitzen freie Radikale zu binden und somit unschädlich zu machen. Freie Radikale wiederum sind Zwischenprodukte unseres Stoffwechsels, die ständig in jeder Zelle des menschlichen Körpers entstehen. Sie sind hochreaktive, sehr aggressive, chemische Sauerstoffmoleküle die unser Gewebe angreifen und zerstören können.

Wenn wir also ein Stoff wie Vitamin C zu uns nehmen, dass diese freien Radikale binden kann, beugen wir Zellschädigungen vor und / oder unterstützen unseren Körper bei der Regenerierung von Entzündungen.


Welche Stoffe besitzen eine Antioxidative Wirkung?

Der wohl bekannteste Stoff ist das Vitamin C, daneben haben auch folgende Stoffe eine antioxidative Wirkung:

Betacarotin

Vitamin E

Selen

Coenzym Q10

Zink

Alpha-Liponsäure

Cystein

Mangan

Pflanzliche Antioxidantien: Flavonoide, Anthocyane, Proanthocyanidine

Es gibt noch viele weitere Stoffe, diese oben aufgeführten sind die am häufigst eingesetzten Stoffe in der Therapie.




In welchen Lebensmitteln stecken Antioxidantien?

Viele dieser Stoffe stecken also in Pflanzen, Obst und Gemüse, dies ist ein Grund weswegen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt jeden Tag Gemüse und Obst zu sich zu nehmen.

Viele Antioxidantien stecken in Äpfel, Beeren (je dunkler und kräftiger die Farbe desto mehr Antioxidantien stecken oftmals drin), Paprika, Knoblauch, Tomaten, und viele weitere Obst und Gemüse Sorten. Jedoch stecken andere Antioxidantien wie Zink und Selen auch in Fischen und Fleisch, sowie in Getreide und Hülsenfrüchten.

Eine ausgewogene Ernährung ist wie immer das "A" und "O" eines gesunden Lebens.


Reicht die Mengen an Antioxidantien in unserer Ernährung nicht aus um unseren Bedarf zu füllen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Substitution (zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel) nicht im Allgemeinen und schreibt, dass eine ausgewogene Ernährung den täglichen Bedarf decken. Jedoch gibt es verschiedene Situationen in denen eine zusätzliche Einnahme von Vorteil sein kann.

  1. Erhöhter Verbrauch durch Leistungssport oder besonderen Lebensereignissen

  2. Verletzungen, Operationen, Infektionen oder Krankheiten

  3. Gestörte Aufnahme durch eine schlechte Verdauung (Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Morbus Chron oder anderen Magen-/ Darmerkrankungen

  4. Medikamente (siehe Beispiel Statine)

Statine (Cholesterinsenker) verbrauchen Coenzym Q10 und müssen unbedingt mit diesem substituiert werden in Form von Tabletten. In Amerika gibt es mittlerweile die offizielle Empfehlung in jedem Beipackzettel der Statine, dass Coenzym Q10 unter einer Behandlung mit Statinen substituiert werden muss.



Antioxidantien im Leistungssport

Im Leistungssport gehen wir immer wieder an unsere Grenzen und setzen Reize und Verletzungen in unserem Gewebe und der Muskulatur: alles zum Ziel der Erhaltung der Gesundheit oder Leistungssteigerung. Jedoch wird im Sport der Körper deutlich stärker belastet wodurch freie Radikale vermehrt entstehen. Der Körper kann sich dem zur Wehr setzen, das Immunsystem wird aktiviert und gleichzeitig trainiert. Wenn wir unseren Körper mit den dafür notwendigen Nährstoffen unterversorgen, können wir irgendwann nicht mehr mit einer adäquaten Immunantwort reagieren. Und so entstehen Zellschäden, Entzündungen und andere Beschwerden. Unseren Körper sollte mit den entsprechenden Lebensmitteln die Unterstützung erhalten, woddurch die Grundbausteine für unser Immunsystem zu gewonnen und diesem Prozess entgegen gewirkt werden kann.

Aber Achtung: Es ist nicht sinnvoll gleich nach dem Sport einen Smoothie zu sich zu nehmen. Damit nimmt man dem Körper auf Dauer die Funktion das eigene Immunsystem erst einmal arbeiten zu lassen und schädigt langfristig den Regenerierungsprozess vom Körper. Sinnvoller ist es erst nach getaner Arbeit die Speicher des Körpers für den nächsten Tag aufzufüllen.


Wie kann mir das nun bei meiner Erkrankung helfen?

Viele Erkrankungen (Muskelverletzungen, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Medikamenten) sind mit einem geschwächten und überlasteten Immunsystem verbunden. Gleichzeitig sind unsere Speicher leer und über eine normale Ernährung ist ein Mangel teilweise gar nicht oder nur sehr langsam zu beheben.

Mit einer Stoßtherapie in Form von Infusionen und/oder Nahrungsergänzungsmittel kann man diesem in kurzer Zeit oftmals schneller und effektiver entgegenwirken.

Die Vitalstofftherapie ist meist keine direkte Behandlung einer Erkrankung aber sie unterstützt unseren Körper bei dem Prozess der Genesung und kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

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