Kinesiologisches Taping

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine invasive Schmerztherapie bei der lokal unterschiedliche Präparate injiziert werden. Diese können antientzündlich, muskelentspannend, gewebsregenerierend, betäubend  wirken oder das Gewebe mit Nährstoffen versorgen. Durch das injizieren des Medikamentes direkt an der betroffenen Stelle, ist eine gesteigerte Wirkung des Medikamentes zu erwarten. Gegenüber der oralen Einnahme, bei der sich der Wirkstoff im gesamten Körper verteilt und gegebenenfalls nicht am Ort der gewünschten Stelle sein Wirkung entfaltet, hat dies den Vorteil dass es geringer dosiert verabreicht werden kann und trotzdem einen höheren Wirkungsgrad erreicht.

Krankheitsbilder

Welche Krankheitsbilder können mit der Neuraltherapie behandelt werden und wann kommt es zum Einsatz:

Die Neuraltherapie hat sich bei folgenden Krankheitsbildern bewährt


Lokale Schmerzen verursacht durch Schwellung, Muskelhartspan, Entzündung

Chronisch entzündliche Erkrankungen in einzelnen Gelenken oder Körperstellen

Narbenbehandlungen (Einerseits bei schmerzenden Naben und auch bei ästhetischen Gründen)

Störfeldbehandlung (Schmerzen werden durch fernliegende Störfelder verursacht)

Organische Beschwerden (Asthma, Allergien, Magen-Darm Beschwerden..)

Quaddeln

Die Neuraltherapie bedient sich der Quaddelung. Dies bezeichnet die Technik, bei der ein Medikament in die obere Hautschichten gespritzt wird. 
Durch diese Therapie kann auch auf Organe ein Einfluss genommen werden, zu erklären ist dies über die sogenannte Segmenttherapie (siehe Bild). Zu erklären ist dies, dass jedes Organ mit bestimmten Nerven aus der Wirbelsäule verbunden ist. Der gleiche Nerv versorgt auch bestimmte Hautareale, ein Reiz auf dieses Hautsegment hat somit eine stimulierende Wirkung auf den entsprechenden Nerv und somit auch auf das entsprechende Organ.

Die Geschichte der Neuraltherapie

1925 spritzte der Arzt Ferdinand Huneke (1891 bis 1966) einer Migränepatientin das Lokalanästhetikum Procain in die Vene. Völlig überraschend verschwand der Kopfschmerz. Jahre später setzte er rund um die Unterschenkelwunde einer Patientin eine betäubende Injektion; die Schulterbeschwerden der Frau waren innerhalb von Sekunden verschwunden - eine Wirkung an einem völlig anderen Körperbereich. Dieses Phänomen beschrieb Huneke als Sekundenphänomen. Gemeinsam mit seinem Bruder Walter entwickelte er in den folgenden Jahren ein Therapiekonzept, dass sie als Neuraltherapie bezeichneten. Der vom Arzt von Roques geprägte Begriff "Neuraltherapie nach Huneke" umfasst seither drei Ebenen: die lokale Therapie, die Segmenttherapie und die Störfeldtherapie.